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Dunkle Zeit ist Einbruchzeit

Am zurückliegenden Wochenende, dem 27. Oktober, war es wieder soweit: Der „Tag des Einbruchschutzes“ wurde begangen mit Informationsveranstaltungen vieler regionaler Polizeidienststellen. Der Tag ist seit 2012 schon regelmäßiger Bestandteil einer Kampagne, an der sich Kooperationspartner aus der Versicherungswirtschaft sowie Industrieverbände zusammen mit der Polizei beteiligen. Dieses Ereignis findet im Dienste von Information und Aufklärung stets am Tag der Zeitumstellung auf die Winterzeit statt. Und das hat seinen Grund.

Die dunkle Jahreszeit macht Diebe. Steigt doch mit Beginn der dunklen Jahreszeit auch das Risiko, Opfer eines Einbruchs zu werden. So informiert der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV): Die Zahl der Haus- und Wohnungseinbrüche nimmt von Oktober bis März um rund 40 Prozent zu. Aus diesem Grund haben die Verantwortlichen der Kampagne die Informationsseite K-EINBRUCH unter https://www.k-einbruch.de/ eingerichtet. Hilfreiche Ratschläge und Tipps zur Prävention werden durch diese Seite gegeben, damit niemand Opfer eines Einbruchs wird.

Einbrecher: Statt Ehrgeiz treibt sie Eile

Zunächst gilt als Grundsatz: Man sollte es Einbrechern so schwer wie möglich machen. Denn statt Ehrgeiz treibt sie Eile. Deswegen werden circa 40 Prozent der Einbruchsversuche abgebrochen, wenn die Einbrecher nicht schnell genug ins Innere des Hauses gelangen – ein erster und hilfreicher Hinweis zur Prävention. Denn wie jeder weiß, sind die häufigsten Eintrittspforten für Diebe Fenster und Türen. Werden diese besonders gesichert, ist schon viel gewonnen.

So sollten Fenster, Balkon- und Terrassentüren auch bei kurzer Abwesenheit stets verschlossen werden. Zu vermeiden sind gekippte Fenster – denn diese sind von geübten Einbrechern schnell zu öffnen. Rolladen sollten zudem zur Nachtzeit – keineswegs aber tagsüber – geschlossen werden. Denn geschlossene Rolladen am Tag signalisieren dem Einbrecher „Abwesenheit“.

Auch für Haustüren sind einige wichtige Regeln zu beachten. So sollte, selbst bei kurzem Verlassen, die Tür zweifach abgeschlossen werden, statt sie nur einfach ins Schloss zu ziehen. Bei Türen mit Glasfüllung sollte man zudem nie den Schlüssel innen stecken lassen. Geht ein Schlüssel verloren, sollte sofort der Schließzylinder ausgewechselt werden.

Übliche Fenster- und Türkonstruktionen oft nicht sicher

Weil übliche Fenster- und Türkonstruktionen zu häufig nicht den gewünschten Schutz bieten, empfehlen die Kampagnen-Macher den professionellen Einbau geprüfter einbruchshemmender Produkte. Denn leider stellte der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft in einer Studie fest: Selbst bei Neubauten in Deutschland werden sogenannte einbruchshemmende Fenster und Türen nicht standardmäßig verbaut. Im Endeffekt lassen sich dann die tatsächlich verbauten Lösungen für Profis mühelos aufhebeln. Aus diesem Grund sollte, insbesondere bei Erdgeschossfenstern, nachgerüstet werden – hier sollte der Einbau einbruchshemmender Fenster grundsätzlich erfolgen. Kellerfenster sollten zudem mit Gitter ausgestattet werden, um ein leichtes Einsteigen zu verhindern.

Man verstecke außen nie Schlüssel

Besonders warnt die Polizei vor der Unart, Haus- oder Wohnungsschlüssel draußen zu verstecken – zum Beispiel für eine andere Person des Haushalts, die keinen Schlüssel dabei hat. Kennen Einbrecher doch „jedes Versteck“, wie die Polizei auf der Kampagnenseite pointiert. Oft nämlich wissen die Einbrecher sehr genau, welche Verstecke eines Grundstücks oder vor einer Wohnung für Haustürschlüssel in Frage kommen.

Sicherheitstechnik kann helfen

Für das Grundstück kennen die Experten eine Vielzahl weiterer Empfehlungen. Wichtig ist: Zugangswege sollten – schon für die Sicherheit der Bewohner – stets ausreichend beleuchtet sein. Zumal Licht, das zum Beispiel über einen Bewegungsmelder ausgelöst wird, auch abschreckend wirken kann. Zur Überprüfung der Besucher hingegen helfen Türsprech- und Videoanlagen. Einen besonderen Schutz bieten zudem Überfall- und Einbruchmeldeanlagen (ÜMA/EMA). Wer sich über Möglichkeiten des Einbaus und auch der Förderung (zum Beispiel über die Kreditanstalt für Wiederaufbau; KfW) informieren will, kann sich direkt an einen Fachbetrieb oder aber an eine (Kriminal-)Polizeiliche Beratungsstelle wenden.

Nachbarschaftshilfe beim Einbruchsschutz

Bei allzu dichtem Pflanzen- und Heckenbewuchs gerade in einbruchsrelevanten Bereichen sollte zudem bedacht werden: Sie bieten nicht nur Bewohnern, sondern auch Einbrechern Sichtschutz. Ein solcher Hinweis ist auch deswegen relevant, weil Nachbarn keineswegs nur „lästige Blicke“ bedeuten müssen. Stattdessen empfehlen die Kampagnen-Macher von Polizei und Wirtschaft: "Pflegen Sie den Kontakt zu Ihren Nachbarn – für mehr Lebensqualität und Sicherheit“. So sollten auch Nachbarn bei verdächtigen oder gar gefährdenden Situationen die Polizei rufen.

Mit der Hausratversicherung gegen Einbruch versichern

Mit einer Hausratversicherung können Mieter und Hausbesitzer ihr Eigentum vor dem materiellen Verlust durch Einbruch und Vandalismus, Feuer, Sturm, Hagel oder vor Leitungswasserschäden schützen. Die Hausratversicherung übernimmt die Wiederbeschaffungskosten für gestohlene Gegenstände und erstattet die Kosten für Reparaturmaßnahmen, beispielsweise nach einem Einbruch aufgrund aufgebrochener Fenster und Türen. 25 Prozent aller Haushalte in Deutschland besitzen laut Institut für Demoskopie Allensbach jedoch keine Versicherung für die eigenen vier Wände – und stehen damit beim Wohnungseinbruch ohne finanzielle Hilfe da. In diesem Falle ist Beratung zum Versicherungsschutz dringend geboten.

Aber auch für Menschen, die eine Hausrat-Police abgeschlossen haben, kann sich der Gang zum Versicherungsexperten lohnen. Denn für viele wertvolle Sachen ist der Ersatz oft gedeckelt, sobald die Wertsachen in der Wohnung aufbewahrt werden – etwa für Bargeld, Schmuck oder Dokumente. Auch hier sollte man sich beraten lassen, um den passenden Schutz zu finden.